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15.07.2026 | CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag

Finanzierung des Gesundheitswesens Thema im AK

Der Arbeitskreis für Gesundheit, Pflege und Prävention hat sich mit Dr. Florian Reuther, Direktor des PKV-Verbands, und Thomas Brahm, PKV-Vorstandsvorsitzender, zum Thema Finanzierung des Gesundheitswesens in Deutschland und die Bedeutung der Privaten Krankenversicherung (PKV) ausgetauscht.



Dabei wurde die Auswirkung der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze vor Augen geführt, die allein für das Jahr 2027 im Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherung bundesweit eine Mehrbelastung für die Wirtschaft und die Arbeitnehmer in Höhe von 7,8 Milliarden Euro bedeutet. Auf Bayern entfallen hiervon 1,7 Milliarden Euro.

„Das Nebeneinander von privater und gesetzlicher Krankenversicherung hat sich bewährt. Die PKV leistet mit 15,52 Milliarden Euro Mehrumsatz deutschlandweit – allein in Bayern knapp 79.900 Euro je niedergelassenem Arzt – einen unverzichtbaren Beitrag zur Versorgungsqualität und zur Stabilisierung unseres Gesundheitssystems“, so AK-Vorsitzender Bernhard Seidenath.

Besonders besorgniserregend sei die Entwicklung beim Systemwettbewerb: Die schrittweise Anhebung der Versicherungspflichtgrenze würde den PKV-Wettbewerbsmarkt von heute 11,1 Prozent auf unter 10 Prozent schrumpfen lassen. „Wer – wie die SPD – sogar auf 3,5 Prozent zielt, will keinen Wettbewerb, sondern eine Einheitskasse, die wir entschieden ablehnen. Ein funktionierender Systemwettbewerb zwischen GKV und PKV ist eine Voraussetzung für Qualität, Innovation und Wahlfreiheit im deutschen Gesundheitswesen“, waren sich die AK-Mitglieder einig.