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25.09.2026 | Freyung

Besuch bei einem Hightech-Unternehmen: MdL Ebner besucht Thomas-Krenn.AG in Freyung

Der Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Ebner hat den Serverhersteller Thomas-Krenn.AG in Freyung besucht. Gemeinsam mit dem 2. Bürgermeister Christoph Endl und JU-Kreisvorsitzendem Christoph Weishäupl nahm er an einer Betriebsbesichtigung und einem anschließenden Austausch teil. Vorstand Christoph Maier, der seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 2002 dabei ist, begrüßte die Gäste und führte sie durch den Betrieb.

Landtagsabgeordneter Stefan Ebner (2.v.l.), JU-Kreisvorsitzender Christoph Weishäupl (links) und 2. Bürgermeister Christoph Endl (rechts) wurden von Vorstand Christoph Maier durch den Betrieb geführt.
Maier stellte dabei ein Unternehmen vor, das eindrucksvoll gewachsen ist. Erst heuer wurde ein Neubau am Standort Freyung eingeweiht. Mit 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Stammsitz und insgesamt 400 an beiden Standorten – Freyung und Sachsenhausen – ist die Thomas-Krenn-Gruppe einer der größten Serverhersteller in Deutschland. Der Umsatz liegt derzeit bei 160 Millionen Euro, noch im Vorjahr waren es 61 Millionen. und man habe in den letzten Jahren stets zweistellige Wachstumsraten gehabt.

Beim Rundgang durch Büros, Montagehallen und die Versandhalle erläuterte Maier das Geschäftsmodell. Das erlaubt es, präzise auf individuelle Kundenwünsche einzugehen, vom kleinen Betrieb bis zum DAX-Konzern. Ein Detail aus der Versandhalle sorgte für Aufmerksamkeit: 2. Bürgermeister Endl interessierte sich für eine kleine Station, woraufhin Maier die ESD-Schuh-Teststation erklärte. Alle Mitarbeiter müssen spezielle Schuhe tragen, um elektrostatische Ladungen vom menschlichen Körper von den empfindlichen Bauteilen fernzuhalten – schon kleinste Entladungen könnten diese beschädigen.

Ebenfalls aufschlussreich war der anschließende Austausch zu politischen Fragen. Stefan Ebner erkundigte sich, was aus Sicht von Maier getan werden müsste, um die digitale Souveränität Deutschlands und Europas zu stärken. Maier nannte dabei mehrere konkrete Punkte: „Wir müssen Wahlmöglichkeiten zu den sogenannten Hyperscalern etablieren. 80 Prozent der Cloud befinden sich in amerikanischer Hand. Seit Juli erlaubt das Vergaberecht ausdrücklich, digitale Souveränität in Ausschreibungen zu berücksichtigen. Jetzt muss das in der Beschaffungspraxis ankommen, auch bei der Hardware."

Und wir brauchen viele kleine Schritte mit einem klaren Fünf-Jahres-Zielhorizont." Auch erklärte Maier, dass Europa bei Hardware durchaus mithalten könne, nicht aber bei Software.

Auf die Frage, was die Politik tun könne, um wachstumsstarke Unternehmen wie die Thomas-Krenn.AG zu unterstützen, antwortete Maier: „Wir brauchen mehr Wahrnehmung und weniger Bürokratie. Gerade der Mittelstand darf nicht vergessen werden.“ Ebner betonte daraufhin, dass dem Freistaat die Stärkung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) besonders wichtig sei, auch um Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu schaffen.

Abschließend gratulierte Ebner Christoph Maier und dem gesamten Unternehmen für die beeindruckende Leistung und bedankte sich für den offenen Austausch: „Thomas-Krenn zeigt, was in unserer Region möglich ist – ein Hightech-Unternehmen, das aus dem Bayerischen Wald heraus national und bald auch international wächst. Das verdient Respekt und Unterstützung.“ Auch Weishäupl und 2. Bürgermeister Endl zeigten sich beeindruckt von der Thomas-Krenn.AG, einem „Vorzeigebetrieb Freyungs”, so Weishäupl. Maier seinerseits bedankte sich für den Besuch und betonte, wie wichtig ihm der gute Draht zur Politik sei.