Die Besuchergruppe aus dem Landkreis Regen und Freyung-Grafenau im Plenarsaal des Bayerischen Landtages mit ihrem Gastgeber MdL Stefan Ebner (Mitte am Rednerpult).
Die Teilnehmer des Busses aus Freyung-Grafenau starteten den Tag in der Bayerischen Staatskanzlei. Vor Ort erfuhren sie, dass der historische Altbau ursprünglich als Bayerisches Armeemuseum diente, während der moderne Neubau 1993 bezogen wurde. Geführt durch Mitarbeiter der Staatskanzlei, ging es durch die Orangerie mit Blick in den Hofgarten, entlang des Büros des Ministerpräsidenten und in Kabinettssaal, in dem der Ministerrat jeden Dienstag tagt. „Es ist etwas Besonderes, die Orte zu sehen, an denen Woche für Woche wichtige Entscheidungen für Bayern vorbereitet und getroffen werden“, lautete der Tenor vieler Besucher. Die Mischung aus Geschichte und heutiger Nutzung verlieh der Führung eine besondere Atmosphäre.
Im Anschluss stand für beide Gruppen das Maximilianeum auf dem Programm. Dort begrüßte Miriam Greif vom Besucherdienst die Gäste. Bei einer ausführlichen Führung erfuhren die Teilnehmer Spannendes über die Geschichte des Maximilianeums, seine Nutzung als Sitz des Bayerischen Landtags und als Stiftungshaus für besonders begabte Studierende. Ein Film im Senatssaal erklärte anschaulich Aufbau und Arbeitsweise des Bayerischen Landtags als Parlament des Freistaats. Beeindruckt zeigten sich viele zudem von dem monumentalen Ölgemälde der Seeschlacht von Salamis, das den Saal dominiert und rund 50 Quadratmeter umfasst.
Höhepunkt des Besuchsprogramms war das Treffen mit MdL Dr. Stefan Ebner im Plenarsaal. Dort nahm sich der Abgeordnete Zeit, um den Alltag eines Landtagsabgeordneten zu schildern und Fragen der Bürger zu beantworten. „Mir ist wichtig, dass Politik nicht nur aus den Nachrichten bekannt ist, sondern direkt erlebbar wird“, betonte Ebner, der sich über den Besuch aus der Heimat sehr freut: „Wenn Bürgerinnen und Bürger aus meinem Stimmkreis den Bayerischen Landtag besuchen, ist das immer ein ganz besonderes Ereignis, weil mir dieser Austausch mit ihnen sehr wichtig ist.“ In der offenen Diskussionsrunde wurden aktuelle Themen angesprochen – von der Rückkehr des Wolfs über Land- und Forstwirtschaft bis hin zur Entbürokratisierung.
„Wir treiben die Entbürokratisierung entschlossen voran“, erklärte Ebner. „Mit den bisherigen Modernisierungsgesetzen konnten wir bereits zahlreiche überholte Vorschriften streichen. Gleichzeitig arbeitet eine fraktionsübergreifende Enquete-Kommission daran, weitere konkrete Entlastungen zu erarbeiten.“ Besonderes Interesse weckte das von Ebner angesprochene „Einfach mal machen“-Gesetz: „Ab Mai wollen wir in Modellgemeinden testen, wie es wirkt, wenn bestimmte Regelungen bewusst ausgesetzt werden. Wenn sich zeigt, dass weniger Bürokratie tatsächlich zu mehr Handlungsspielraum vor Ort führt, wollen wir diese Erfahrungen auf ganz Bayern übertragen“, so der Abgeordnete.
Ein gemeinsames Mittagessen in der Landtagsgaststätte bot Gelegenheit zu weiteren Gesprächen in entspannter Atmosphäre. Viele nutzten die Zeit, um Eindrücke zu teilen und Erlebtes zu diskutieren. Während der FRG-Bus nach einem Zwischenstopp in der Innenstadt die Heimreise antrat, führte der Weg der Landfrauen noch zum Pflüglerhof in Neufahrn bei Freising, wo der Hof besichtigt wurde und der erlebnisreiche Tag in geselliger Runde ausklang.
Zum Abschluss bedankte sich Dr. Ebner bei den Teilnehmern für das große Interesse: „Es ist mir ein Anliegen, meine Arbeit im Landtag transparent zu machen. Der direkte Austausch mit Ihnen ist für mich nicht Kür, sondern Pflicht.“ Die Besucher traten mit vielen neuen Eindrücken und einem greifbaren Bild von der Arbeit im Bayerischen Landtag die Heimreise in den Bayerischen Wald an.