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12.10.2026 | Regen, Freyung-Grafenau

Bayerischer Tag der Prävention: „Gesundheitsvorsorge muss die Menschen dort erreichen, wo sie leben und arbeiten“

MdL Ebner im Austausch mit der AOK Bayerwald-Deggendorf

Anlässlich des Bayerischen Tags der Prävention am 12. Oktober hat sich Landtagsabgeordneter Dr. Stefan Ebner mit Verantwortlichen der AOK-Direktion Bayerwald-Deggendorf, zuständig für die Landkreise Regen, Freyung-Grafenau und Deggendorf, über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in der Gesundheitsförderung ausgetauscht. Im Mittelpunkt standen die betriebliche Gesundheitsförderung, Präventionsangebote für Kinder und Jugendliche sowie die zunehmende Bedeutung der psychischen Gesundheit. „Prävention ist eine der wichtigsten Investitionen in die Gesundheit der Menschen und in die Zukunft unseres Gesundheitswesens. Wer Gesundheit fördert, bevor Krankheiten entstehen, verbessert die Lebensqualität der Menschen und entlastet gleichzeitig unser Gesundheitssystem. Deshalb ist es wichtig, Präventionsangebote dort anzubieten, wo die Menschen leben, lernen und arbeiten“, betonte Dr. Stefan Ebner zum Auftakt des Gesprächs.

Prävention im Fokus: MdL Dr. Stefan Ebner (Mitte) im Gespräch mit (v.l.) Franz Huber, Claudia Weber, Kathrin Zellner, Robert Fischer von der AOK Bayerwald-Deggendorf und Sandra Funk von der Gesundheitsregionplus ARBERLAND.
Der Bayerische Tag der Prävention soll die Bedeutung von Gesundheitsförderung stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken und die vielfältigen Angebote in diesem Bereich sichtbarer machen. Mit dem Masterplan Prävention hat der Freistaat Bayern einen strategischen Rahmen geschaffen, um Gesundheitsförderung, Vorsorge und Früherkennung stärker zu bündeln. „Prävention ist einer der wirksamsten Hebel, um Gesundheit zu erhalten, Krankheiten zu vermeiden und die Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems langfristig zu sichern. Deshalb ist es richtig, dieses Thema noch stärker in den Mittelpunkt gesellschaftlicher und politischer Aufmerksamkeit zu rücken“, so Ebner. 

Der stellvertretende Direktor der AOK Bayerwald-Deggendorf, Franz Huber, begrüßte gemeinsam mit Claudia Weber, Teamleitung Markt und Gesundheit, Personalratsvorsitzendem Robert Fischer, der Vorsitzenden des Beirats der AOK-Direktion Bayerwald-Deggendorf, Kathrin Zellner, der Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregionplus ARBERLAND, Sandra Funk, sowie dem AOK-Direktionsassistenten Christoph Bernreiter den Abgeordneten.

Claudia Weber stellte das breite Tätigkeitsfeld der AOK im Bereich Prävention vor. Rund 40 Prozent der gesetzlich Versicherten in Bayern seien bei der AOK versichert. Als größter Präventionsanbieter Bayerns habe die AOK im Jahr 2025 mit 9,07 Euro pro Versichertem so viel wie nie zuvor in Gesundheitsförderung investiert. Gleichzeitig, so berichtete Weber, konnten bayernweit rund 20 Prozent mehr Menschen mit Präventionsmaßnahmen erreicht werden als im Vorjahr. Insgesamt hätten rund 1,35 Millionen Menschen von entsprechenden Angeboten profitiert.

Besonders erfolgreich hätte sich die betriebliche Gesundheitsförderung entwickelt: Bayernweit seien im vergangenen Jahr rund eine halbe Million Menschen in Unternehmen erreicht worden. In den Landkreisen Regen, Freyung-Grafenau und Deggendorf wurden bis September 2026 bereits rund 80 Präventionsmaßnahmen umgesetzt. Dabei zeige sich ein deutlicher Trend: Immer mehr Unternehmen kämen inzwischen von sich aus auf die AOK zu: „Die Betriebe erkennen zunehmend, dass Gesundheitsförderung kein Kostenfaktor, sondern ein echter Wettbewerbsvorteil ist. Vor allem die Themen mentale Gesundheit und Resilienz gewinnen deutlich an Bedeutung“, erläuterte Claudia Weber.

Die AOK setze dabei auf individuelle und nachhaltige Konzepte. Dazu gehören Arbeitsplatzbegehungen, ergonomische Beratungen, Gesundheitsanalysen, Coaching-Angebote, Kochworkshops sowie digitale Anwendungen wie „AOK at Work“. Ziel sei es, die gesundheitlichen Rahmenbedingungen dauerhaft zu verbessern und Beschäftigte langfristig zu unterstützen.

Ein weiterer Schwerpunkt liege auf der Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten und Schulen. Allein 2025 habe die AOK Bayern mit Präventionsprojekten in mehr als 800 Kitas über 135.000 Menschen erreicht. In den Kindergärten der Region seien im laufenden Jahr bereits 48 Projekte zu Themen wie Ernährung, Bewegung und Resilienz begleitet worden. Hinzu kämen Angebote für Schulen zu Medienkompetenz, Cybermobbing, Gewalt im Netz und Gesundheitsbewusstsein.

Beeindruckt zeigte sich Dr. Stefan Ebner insbesondere von der Breite der Angebote: „Das Präventionsangebot der AOK ist beeindruckend. Zugleich gilt mein herzlicher Dank allen Krankenkassen, Trägern, Einrichtungen, Vereinen und Ehrenamtlichen, die sich für Gesundheitsförderung und Prävention einsetzen. Der Bayerische Tag der Prävention macht sichtbar, wie viel hier bereits geleistet wird. Gerade die frühzeitige Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen ist von unschätzbarem Wert, weil hier die Grundlagen für ein gesundes Leben gelegt werden. Gleichzeitig zeigt die starke Nachfrage aus den Unternehmen, wie wichtig Prävention inzwischen auch für die Arbeitswelt geworden ist.“

Auch neuere Herausforderungen wie Einsamkeit, Depressionen, Pflege und die Auswirkungen zunehmender Hitzeperioden auf die Gesundheit wurden angesprochen. Diese Themen würden künftig weiter an Bedeutung gewinnen und müssten aus Sicht des Abgeordneten stärker in den Fokus rücken.

Zum Abschluss dankte Dr. Stefan Ebner den Verantwortlichen der AOK Bayerwald-Deggendorf und allen weiteren, in der Präventionsarbeit tätigen Personen für ihren Einsatz. „Ich nehme aus dem Gespräch mit, dass Prävention heute viel mehr ist als klassische Gesundheitsvorsorge. Sie reicht von der Kita über die Schule bis in die Betriebe und Kommunen hinein. Dieses Engagement verdient große Anerkennung. Mein Anliegen bleibt, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, damit solche erfolgreichen Angebote auch künftig möglichst viele Menschen in unserer Region erreichen. Der Bayerische Tag der Prävention ist eine wichtige Gelegenheit, die Bedeutung dieser Arbeit sichtbar zu machen und noch mehr Menschen dafür zu sensibilisieren“, so Ebner.

Der stellvertretende Direktor der AOK Bayerwald-Deggendorf, Franz Huber, würdigte abschließend die Unterstützung aus der Politik: „Man merkt, dass Staatsministerin Judith Gerlach für das Thema Prävention brennt. Diese Unterstützung aus der Landespolitik ist für unsere Arbeit sehr wichtig und freut uns natürlich.“