MdL Stefan Ebner (l.) beim Rundgang mit dem Hotelbetreiberehepaar Stefanie und Christian Burger im Familienhotel Landhaus zur Ohe.
„Aus der Bahn!“ – diesen Zuruf bekommt ein Landtagsabgeordneter wohl eher selten zu hören. Beim Besuch von MdL Stefan Ebner im familotel Landhaus zur Ohe war genau das der Fall. Der freundliche Hinweis aus Kindermund galt dem Abgeordneten, als er die Auffahrt zum Familienhotel betrat, die von Bobbycars, Kinderlaufrädern und allerlei anderem Gefährt belegt war.
Empfangen wurde Ebner von den Betreibern Stefanie und Christian Burger. Sie führten den Abgeordneten durch ihr Haus und informierten über die Entwicklung des Betriebs. Das Hotel verfügt über mehr als 50 Zimmer mit rund 200 Betten und wurde zuletzt mit viereinhalb Sternen ausgezeichnet.
Mit Mut und Weitblick investierte die Familie Burger im Jahr 2021 umfassend in den Umbau des Hauses. Die Wurzeln des Betriebs reichen bis ins Jahr 2003 zurück, als der Vater von Stefanie Burger das Hotel als Familienbetrieb führte. Seit 2009 gehört das Unternehmen zur Marke „familotel“, die nach den Worten von Christian Burger für Vertrauen, Qualität und Verlässlichkeit steht.
Im Gespräch wollte Stefan Ebner wissen, worin die Erfolgsfaktoren des Hauses liegen. Für Stefanie und Christian Burger ist die Antwort eindeutig: „Unsere Mitarbeiter sind unser größtes Kapital.“ Rund 75 Beschäftigte sorgen dafür, dass der Betrieb reibungslos läuft. Während Stefanie Burger die Personalführung und die operativen Abläufe verantwortet, kümmert sich Christian Burger um Marketing und strategische Entwicklung.
Ausdrücklich lobten die Betreiber die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde sowie dem Landratsamt. Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg sei die konsequente Spezialisierung auf Familienurlaub. Ebenso wichtig seien die Bereitschaft für Investitionen und der Mut, neue Wege zu gehen.
Dabei spiele eine verlässliche Wirtschaftsförderung eine wichtige Rolle, betonte Christian Burger. Dankbar zeigte er sich gegenüber der Bezirksregierung sowie der Hausbank, die das Betreiberkonzept von Anfang an unterstützt hätten.
Mit Blick auf die Zukunft des Tourismus zeigte sich Burger überzeugt, dass weiteres Wachstum vor allem durch eine stärkere Internationalisierung möglich sei. Derzeit stammen rund 98 Prozent der Gäste aus Bayern und dem übrigen Bundesgebiet sowie aus Österreich. Künftig müsse das Marketing stärker auf internationale Märkte ausgerichtet werden. Besonders großes Potenzial sieht Burger in den Ländern Frankreich und Großbritannien.
Als Herausforderung für die Branche bezeichnete er die zunehmende Konzentration auf hochpreisige Hotelangebote. Auch künftig brauche es kleinere und mittelgroße Häuser, die modern geführt und zugleich für Familien bezahlbar seien. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste liegt bei etwa 4,6 Tagen. Während der Ferienzeiten verbringen viele Familien jedoch deutlich länger ihren Urlaub im Landhaus zur Ohe. Aufenthalte von zehn Tagen und mehr seien dann keine Seltenheit.
Stefan Ebner zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung des Unternehmens. Die Betreiberfamilie könne stolz auf das sein, was sie in den vergangenen Jahren aufgebaut habe, betonte der Abgeordnete.
Auf die Frage, ob neben dem Betrieb überhaupt noch Zeit für Urlaub bleibe, erklärte Stefanie Burger, dass das Hotel jährlich zwei Wochen Betriebsurlaub einlege. Diese Zeit werde jedoch überwiegend für Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten genutzt. „Wir sind ein Ganzjahresbetrieb“, sagte sie nicht ohne Stolz.
Zum Abschluss unterstrich Christian Burger nochmals die Bedeutung der Hotellerie für die Region. Hotelbetriebe seien nicht nur wichtige Gewerbesteuerzahler, sondern übernähmen auch zahlreiche touristische Aufgaben, die den Gemeinden zugutekämen. Allein in den vergangenen acht Jahren habe die Familie rund 20 Millionen Euro investiert.
Dankbar zeigten sich Stefanie und Christian Burger für das Interesse der Politik an ihrem Unternehmen. Ein solcher Austausch sei keineswegs selbstverständlich.
Stefan Ebner gab das Kompliment zurück und bot an, sich jederzeit an ihn zu wenden, wenn Anliegen oder Probleme aufträten, die in den Zuständigkeitsbereich der Landespolitik fallen.
Den Abschluss des Besuchs bildete ein Rundgang durch das Hotel und das weitläufige Außengelände.