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08.09.2026 | Viechtach

Von Viechtach auf den Weltmarkt

MdL Stefan Ebner besuchte Hightech-Mittelständler WeForm im Rahmen seiner Sommertour

Im Rahmen seiner Sommertour durch die Landkreise Regen und Freyung-Grafenau besuchte Landtagsabgeordneter Stefan Ebner (CSU) neben Einrichtungen und Betrieben verschiedenster Art auch zahlreiche Unternehmen, um sich vor Ort ein Bild von deren Arbeit, ihren Herausforderungen und Zukunftsperspektiven zu machen. Ein besonderer Termin führte den Abgeordneten zur Viechtacher Firma WeForm – einem mittelständischen Unternehmen, das sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einem leistungsstarken Spezialisten für Werkzeug- und Formenbau, Kunststoff- sowie Zinkdruckgusstechnik entwickelt hat.

MdL Stefan Ebner (links) zeigte sich beim Rundgang in den Produktionshallen der Firma WeForm beeindruckt von der hohen Präzision der Spritzgießwerkzeuge, die ihm vom Geschäftsführer Jürgen Freundorfer präsentiert wurden.
Für MdL Ebner ist klar: „Gerade in Zeiten, in denen der internationale Wettbewerb immer härter wird, brauchen unsere Unternehmen verlässliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen. Wer in Bayern investiert, Arbeitsplätze schafft und mit Innovationen am Weltmarkt besteht, darf nicht durch hohe Kosten und unnötige Bürokratie ausgebremst werden. Es ist unsere Aufgabe in der Politik, den Mittelstand dabei bestmöglich zu unterstützen.“ Insbesondere zu diesen Grundsatzthemen suchte er den Austausch mit der Firma.Geschäftsführer Jürgen Freundorfer begrüßte den Abgeordneten und gab zunächst einen Einblick in die Erfolgsgeschichte des Unternehmens. Gemeinsam mit Roland Wilhelm und Joachim Zellner gründete er WeForm im Jahr 2002 im Viechtacher Industriepark. Bereits vier Jahre später erfolgte der Umzug nach Oberschlatzendorf. Seither wächst das Unternehmen kontinuierlich: Die Produktionsfläche wurde von zunächst 1.000 auf heute 5.000 Quadratmeter erweitert. Gleichzeitig investierte WeForm konsequent in neue Fertigungstechnologien, Automatisierung und den Ausbau seines Leistungsspektrums.

Zu den wichtigsten Meilensteinen zählen der Einstieg in die Kunststoffspritzgussfertigung, die Etablierung der Zinkdruckgusstechnik sowie der Aufbau der hochautomatisierten Fertigungseinheit „Chameleon“, die in einem klimatisierten Produktionsbereich untergebracht ist. Erst im vergangenen Jahr investierte das Unternehmen erneut in modernste Technik und nahm ein hochmodernes Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum in Betrieb. Insgesamt flossen in den vergangenen zehn Jahren rund 13 Millionen Euro in den Standort Viechtach.

Heute beschäftigt WeForm rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und produziert auf fünf Zinkdruckmaschinen jährlich rund 14 Millionen Bauteile. Beliefert werden Kunden aus unterschiedlichsten Branchen – von der Automobil- und Verpackungsindustrie über den Maschinenbau bis hin zur Elektro-, Medizin- und Spielwarenindustrie.

Trotz des internationalen Wettbewerbs behauptet sich das Unternehmen erfolgreich am Markt. „Wir setzen bewusst auf höchste Qualität, technologische Kompetenz und einen breit aufgestellten Kundenstamm“, erläuterte Geschäftsführer Jürgen Freundorfer. Gerade diese Strategie ermögliche es, sich auch gegenüber Anbietern aus China oder Indien erfolgreich zu behaupten.

Beim Rundgang durch die Produktionshallen zeigte sich Stefan Ebner beeindruckt vom modernen Maschinenpark, dem hohen Automatisierungsgrad und der Innovationskraft des Unternehmens. Besonders würdigte er den unternehmerischen Mut und die langfristige Investitionsbereitschaft der Verantwortlichen. „WeForm ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie mittelständische Unternehmen mit Innovationskraft, Qualitätsbewusstsein und einer klaren Zukunftsstrategie erfolgreich am internationalen Markt bestehen können. Solche Betriebe sind das Rückgrat unserer heimischen Wirtschaft und sichern qualifizierte Arbeitsplätze in der Region“, betonte der Abgeordnete.

Im Gespräch wurden auch die aktuellen Herausforderungen angesprochen. Geschäftsführer Freundorfer verwies insbesondere auf die hohen Energiekosten, die die Wettbewerbsfähigkeit belasteten. Auch die Auswirkungen steigender Lohnkosten – etwa bei Ferienarbeitskräften und Beschäftigten im Minijobbereich – seien für viele mittelständische Unternehmen spürbar.

Positiv hob Freundorfer hervor, dass WeForm weiterhin im Einschichtbetrieb arbeitet und konsequent in die Ausbildung investiert. Derzeit absolviert unter anderem ein junger Syrer seine Ausbildung zum Anlagenbediener im Unternehmen – ein Beispiel für gelungene Integration und Fachkräftesicherung.

Zum Abschluss bedankte sich Stefan Ebner für die offenen Gespräche und die interessanten Einblicke. Er sicherte zu, die Anliegen der regionalen Wirtschaft weiterhin mit Nachdruck in den Bayerischen Landtag einzubringen. Dem jungen Geschäftsführer sprach er seine besondere Anerkennung aus: Die Entwicklung von WeForm zeige eindrucksvoll, was mit unternehmerischem Weitblick, Innovationsfreude und großem persönlichem Engagement erreicht werden könne.