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02.09.2026 | Kirchdorf

Hightech aus Kirchdorf für die Welt und den Weltraum

MdL Ebner besuchte im Rahmen seiner Sommertour die Firma DD Optik

Im Rahmen seiner Sommertour war Landtagsabgeordneter Dr. Stefan Ebner im gesamten Stimmkreis unterwegs. Bei Besuchen in Unternehmen, Einrichtungen, Kommunen und Handwerksbetrieben suchte er gezielt das Gespräch mit den Menschen vor Ort. Die persönlichen Einblicke in ihre Arbeit, ihre Anliegen und Herausforderungen liefern wichtige Impulse für seine politische Arbeit im Bayerischen Landtag. Gleichzeitig diente die Sommertour dazu, nah bei den Bürgerinnen und Bürgern zu sein und gemeinsam Perspektiven für eine starke und lebenswerte Zukunft der Region zu entwickeln. Eine Station war hierbei das inhabergeführte Unternehmen DD Optik in Kirchdorf im Wald. Gemeinsam mit den Geschäftsführern Dr. Stephan Dankesreiter und Holger Denk informierte er sich über die Entwicklung des hochspezialisierten Optikbetriebs, technologische Innovationen sowie die Herausforderungen, mit denen mittelständische Unternehmen aktuell konfrontiert sind.  

Von Kirchdorf in die Welt und bis auf den Mars: Beim Betriebsbesuch bei DD Optik informierte sich MdL Dr. Stefan Ebner (r.) bei den Geschäftsführern Dr. Stephan Dankesreiter (Mitte) und Holger Denk (l.) über die Herstellung hochpräziser Optiken.
„Viele Menschen wissen gar nicht, dass hier mitten im Bayerischen Wald Produkte entstehen, die weltweit gefragt sind und sogar bei Weltraummissionen zum Einsatz kommen. DD Optik ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, welche Innovationskraft und welches Know-how in unserer Region vorhanden sind“, betonte Dr. Stefan Ebner. Denn was in Kirchdorf gefertigt wird, findet sich in einigen der modernsten Technologien weltweit wieder. Die hochpräzisen optischen Komponenten von DD Optik kommen unter anderem in der Halbleiterfertigung, der Medizintechnik, in Forschungsinstituten sowie in Satelliten und Raumfahrtanwendungen zum Einsatz. Zu den Kunden zählen renommierte Unternehmen wie Leica Cine, Zeiss und Jenoptik. 

Beim Betriebsrundgang erläuterten die Geschäftsführer die außergewöhnlichen Anforderungen an die Fertigung. Die Linsen aus Kirchdorf werden beispielsweise bei UV-basierten Belichtungs- und Prüfverfahren in der Chipherstellung eingesetzt. Die dabei erforderliche Präzision liegt in einem Bereich, der mit dem menschlichen Auge nicht mehr erkennbar ist. „Wenn Deutschland komplett eben wäre und irgendwo ein Tennisball liegen würde, dann entspricht das ungefähr der Genauigkeit, mit der wir Oberflächen bearbeiten können“, veranschaulichte Geschäftsführer Dankesreiter. Die Fertigung erreiche dabei eine Genauigkeit von bis zu einem Sechzigstel einer Lichtwellenlänge. 

Mit seinen 25 Beschäftigten produziert DD Optik Spezialoptiken für unterschiedlichste Anwendungsfelder. Dazu gehören Achromate zur Farbkorrektur, kundenspezifische Objektive, Infrarot- und UV-Optiken sowie Sonderanfertigungen für anspruchsvollste Einsatzbereiche. Die Produkte finden Verwendung in Kommunikationssatelliten, Lasersystemen, medizinischen Analysegeräten und Forschungseinrichtungen. Sogar Komponenten für eine Marsmission wurden bereits aus Kirchdorf geliefert. 

Neben der positiven Geschäftsentwicklung durch die weltweit steigende Nachfrage nach Halbleitern beschäftigten auch wirtschaftspolitische Themen das Gespräch. Die Geschäftsführer verwiesen insbesondere auf den Fachkräftemangel, fehlenden bezahlbaren Wohnraum, Herausforderungen beim öffentlichen Nahverkehr für Auszubildende und Mitarbeiter sowie den weiteren Bedarf beim Ausbau der digitalen Infrastruktur. 

„Wir könnten sofort drei bis fünf zusätzliche Mitarbeiter beschäftigen“, berichtete Holger Denk. Besonders stolz sei man darauf, dass nahezu alle Beschäftigten ihre Ausbildung im Unternehmen absolviert hätten. Gleichzeitig werde es zunehmend schwieriger, junge Menschen für technische Berufe zu gewinnen. 

Für Dr. Stefan Ebner zeigt DD Optik eindrucksvoll, welches Potenzial im ländlichen Raum steckt: „Der Besuch bei DD Optik hat erneut gezeigt, dass unsere Unternehmen nicht nach Förderprogrammen rufen, sondern vor allem nach guten Rahmenbedingungen. Eine verlässliche Infrastruktur, ausreichend Fachkräfte, attraktive Ausbildungsbedingungen und mehr Netto vom Brutto sind entscheidende Faktoren, damit innovative Mittelständler auch künftig erfolgreich aus dem ländlichen Raum heraus auf den Weltmärkten bestehen können.“ 

Der Abgeordnete kündigte an, die angesprochenen Themen in seine politische Arbeit mitzunehmen. Gerade die Sicherung von Fachkräften, Investitionen in Infrastruktur und Mobilität sowie die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands seien entscheidend, damit Unternehmen wie DD Optik auch künftig ihre Erfolgsgeschichte aus dem Bayerischen Wald fortschreiben können.