MdL Stefan Ebner (von links) mit Daniela Maunter, Bürgermeister Alfons Schinabeck, Roland und Helena Mautner beim Besichtigungsrundgang im Naturhotel Euler in Neuschönau
„Dieses Hotel ist ein Vorzeigebetrieb für den Bayerischen Wald. Hier sieht man, mit wie viel Leidenschaft, Qualität und Innovationskraft unsere touristischen Familienbetriebe arbeiten“, zeigte sich Ebner beeindruckt. Er fügte hinzu: „Die Tourismusbranche ist ein wichtiger Motor unserer Region. Von ihr profitieren nicht nur die Beherbergungsbetriebe, sondern auch Handel, Handwerk und Dienstleistung. Gleichzeitig sind engagierte Häuser wie das Naturhotel Euler wichtige Aushängeschilder für den Bayerischen Wald. Mit ihrer Gastfreundschaft und ihrem Einsatz tragen sie dazu bei, dass unsere Region bei Gästen einen bleibenden Eindruck hinterlässt.“
Von den Inhabern Daniela und Roland Mautner erfuhr der Abgeordnete, dass das Stammhaus Euler bereits vor 130 Jahren gegründet wurde und heute in fünfter Generation als Naturhotel geführt wird. Zu Beginn des Besuchs informierte Bürgermeister Schinabeck über die Sanierung des unmittelbar an das Hotel angrenzenden Naturbadeweihers. Unter dem Arbeitstitel „Landschaftsweiher“ entstand dort eine attraktive Parkanlage mit öffentlicher, barrierefreier Toilettenanlage. Schinabeck zeigte sich erfreut über die Förderung aus der Städtebauförderung, die mit einer Förderquote von 80 Prozent einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung geleistet habe.
Ebner unterstrich die Bedeutung dieser Programme: „Die Städtebauförderung ist ein starkes Instrument, um unsere Gemeinden lebenswert zu gestalten. Bayern wird diesen erfolgreichen Weg auch künftig konsequent fortsetzen.“ Allein im vergangenen Jahr unterstützte der Freistaat 265 Städte, Märkte und Gemeinden mit rund 73 Millionen Euro aus dem Bayerischen Städtebauförderprogramm. Gleichzeitig verwies Ebner darauf, dass Bayern im Vergleich zu vielen anderen Bundesländern eigene Landesprogramme in erheblichem Umfang bereitstelle.
Beim anschließenden Rundgang machten Daniela und Roland Mautner deutlich, dass das Naturhotel seinen Namen nicht nur trägt, sondern auch lebt. Naturerlebnisse, Genuss und Wandern bilden das Herzstück des Konzepts und prägen das Angebot für die Gäste. Die Besucher stammen überwiegend aus Deutschland – insbesondere aus Bayern – sowie aus dem benachbarten Österreich. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt derzeit 2,4 Nächte. Mit einem Vier-Sterne-Superior Angebot und einem umfassenden Rundum-sorglos-Paket setzt das Hotel konsequent auf Qualität und persönlichen Service. „Wir investieren bewusst in höchste Qualität und eine bestmögliche Betreuung unserer Gäste. Gleichzeitig spüren auch wir, dass die wirtschaftliche Unsicherheit zu einem zurückhaltenderen Buchungsverhalten führt“, schilderten Daniela und Roland Mautner.
Diese Entwicklung beobachtet auch Bürgermeister Schinabeck: „Die vielen negativen Nachrichten aus aller Welt verunsichern die Menschen. Dadurch werden sie vorsichtiger – auch beim Geldausgeben. Da wird dann ein Kurzurlaub schneller einmal verschoben oder gestrichen.“
Mit rund 40 Beschäftigten sei das Naturhotel zudem ein bedeutender Arbeitgeber und wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Gemeinde, betonte Schinabeck. Gleichzeitig sei das Haus fest im Ortsleben verankert. Vereinsveranstaltungen fänden regelmäßig im traditionellen Stammhaus statt. „Wir schließen niemanden aus“, sagte Roland Mautner.
Auf die Frage nach den Erwartungen an die Politik nannten die Hotelbetreiber vor allem zwei Punkte: einen konsequenten Abbau bürokratischer Hürden sowie mehr Zuversicht in der öffentlichen Debatte. „Wir müssen wieder stärker das Positive herausstellen“, betonte Roland Mautner. Der Bayerische Wald verfüge über hervorragende Voraussetzungen und habe sich touristisch in den vergangenen Jahren insgesamt sehr gut entwickelt. Gerade die einzigartige Natur rund um den Nationalpark Bayerischer Wald sei ein starkes Fundament für die Zukunft.
Zum Abschluss zeigte sich Ebner beeindruckt vom Ambiente des Hauses, dem modernen Wellnessbereich sowie den hochwertig gestalteten Zimmern und Chalets.
„Der Bayerische Wald hat alles, was Gäste heute suchen: einzigartige Natur, herzliche Gastgeber und höchste Qualität. Jetzt kommt es darauf an, unsere Betriebe von unnötiger Bürokratie zu entlasten und die Stärken unserer Heimat selbstbewusst nach außen zu tragen“, betonte Ebner. Zugleich sicherte er zu, sich auch künftig für gute Rahmenbedingungen des Tourismus im Bayerischen Wald einzusetzen.