Aktuelles

Zur Übersicht | Drucken

16.07.2026 | Landkreis Regen/München

Krankenhaussituation im Landkreis Regen

Landrat Dr. Ronny Raith und MdL Dr. Stefan Ebner setzen sich bei Staatsministerin Judith Gerlach für eine weitergehende Förderung ein

Die Zukunft der Krankenhausversorgung im Landkreis Regen ist eines der wichtigsten Themen für die Region. Daher waren Regens Landrat Dr. Ronny Raith und der Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Ebner kürzlich bei Judith Gerlach, der Bayerischen Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, in München zu Gast. „Nachdem wir bereits mit Herwig Heide, dem Leiter der Abteilung Krankenhausversorgung beim Bayerischen Gesundheitsministerium, im Kreistag diskutieren konnten, war dies ein weiterer und wichtiger Schritt, um unsere Problemstellung in der Ministeriumsspitze anzubringen“, sagt Raith.  

Einsatz für die Zukunft der Krankenhausversorgung im Landkreis Regen (v.l.): MdL Dr. Stefan Ebner, Gesundheitsministerin Judith Gerlach und Landrat Dr. Ronny Raith.
MdL Ebner betont die existenzielle Bedeutung des Themas und somit auch der Gespräche auf Landesebene: „Die Gesundheitsversorgung berührt die Menschen unmittelbar – sie entscheidet über Sicherheit, Vertrauen und Lebensqualität. Deshalb ist sie für uns als örtliche Verantwortungsträger eine der wichtigsten und sensibelsten Aufgaben überhaupt“, so der Abgeordnete, der den Termin mit der Ministerin organisiert hatte. Für ihn sei klar, dass gerade der ländliche Raum verlässliche und qualitativ hochwertige Strukturen brauche. Landrat Raith ergänzt: „Es ist uns zumindest gelungen, die Ministerin und die zuständigen Spitzenbeamten auf unsere Problemlage aufmerksam zu machen.“ 

Ebner und Raith berichteten der Ministerin von der aktuellen Situation in der Region und erklärten, dass es drei Szenarien gebe: den Erhalt des Status Quo, den Neubau einer Klinik in der Landkreismitte oder den Ausbau der Arberlandklinik in Viechtach. Auch das Strukturgutachten und der Bürgerdialog wurden thematisiert. „Das Gutachten und die Bürger sprechen eine Sprache. Sie favorisieren einen Klinikneubau in der Landkreismitte. Das wäre demnach bezüglich der Versorgung aller Landkreisbürger eine Ideallösung“, betonte Raith, wies aber auch auf die daraus resultierenden enormen finanziellen Belastungen und den bereits jetzt hohen Schuldenstand des Landkreises hin und wünschte sich „eine weitergehende Unterstützung durch den Freistaat.“ 

Die Gespräche sind nur ein Teil von vielen Maßnahmen und Gesprächen, immer mit dem Ziel, die medizinische Versorgung im Landkreis zu sichern und wo möglich zu verbessern. „Wir suchen mit dem Freistaat, der für die Krankenhausinvestitionen zuständig ist, nach realistischen Lösungen“, sagt Ebner.

Die Ministerin habe im Gespräch zugesagt, dass das Ministerium den Prozess der Bedarfsplanung im Landkreis Regen sehr engmaschig begleiten werde. So solle die Entscheidungsgrundlage noch verlässlicher werden.