Die Reform der Feuerwehrfahrzeug-Beschaffung, die auf einen Antrag der CSU-Landtagsfraktion zurückgeht, zeigt bereits im ersten Anlauf Wirkung: 171 bayerische Kommunen beteiligten sich an einer Sammelbestellung von Löschgruppenfahrzeugen vom Typ LF10. Koordiniert wird die europaweite Ausschreibung durch den Landesfeuerwehrverband.
Holger Dremel, innenpolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion:
„Die hohe Beteiligung zeigt, dass unser Modell überzeugt: Wir erwarten durch die Sammelbestellungen deutliche Kostensenkungen, weniger Bürokratie und damit eine deutliche Entlastung der kommunalen Haushalte. Wichtig: Niemand wird zu einer Vereinheitlichung gezwungen. Wer individuelle Lösungen braucht, kann weiterhin eigenständig beschaffen. Mein herzlicher Dank gilt dem Landesfeuerwehrverband, der die Beschaffungen koordiniert.“
Norbert Dünkel, stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises Kommunale Fragen, Innere Sicherheit und Sport und Sprecher der Landtagsfraktion für die Feuerwehren in Bayern:
„Gerade für unsere Städte und Gemeinden ist das ein starkes Signal: Weniger Aufwand, mehr finanzielle Planbarkeit und am Ende mehr Geld für die Aufgaben vor Ort. Gleichzeitig ist unsere Initiative auch ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung für die vielen ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner, die sich darauf verlassen können müssen, dass Ausrüstung und Beschaffung effizient und verlässlich organisiert werden.“
Thorsten Schwab, Landtagsabgeordneter für den Stimmkreis Main-Spessart, Mitglied der Projektgruppe Kommunale Praxis und Erster Bürgermeister der Gemeinde Hafenlohr:
„Bei einer Fahrzeugeinweihung im Landkreis Main-Spessart haben wir gesehen, dass ein nahezu baugleiches Fahrzeug in Hessen über eine Sammelbestellung deutlich günstiger beschafft werden konnte als in Bayern. Aus dieser Erfahrung heraus ist unser Antrag entstanden. Dass sich jetzt 171 Kommunen an einer Sammelbeschaffung beteiligen, ist ein riesiger Erfolg und ein starkes Zeichen dafür, was möglich ist, wenn gute Ideen aus der Praxis politisch aufgegriffen werden. Für mich zeigt das sehr eindrucksvoll, wie wichtig es ist, genau hinzuhören, wenn Kommunen und Einsatzkräfte auf Probleme aufmerksam machen.“
Der Landesfeuerwehrverband hat die europaweite Ausschreibung am 6. August 2026 gestartet. Die Zuschlagserteilung ist für Oktober geplant.