09.06.2026

Zum Tod von Professor Dr. Hans Maier – Klaus Holetschek: „Bayern verliert einen der letzten großen Denker und Staatsdiener seiner Generation“

Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag nimmt in tiefer Trauer Abschied von Professor Dr. Hans Maier, der am 8. Juni 2026 im Alter von 94 Jahren in München verstorben ist. Der frühere Bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus, Politikwissenschaftler und engagierte Katholik hinterlässt ein Lebenswerk, das weit über seine Zeit hinaus Bestand haben wird.



Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, erklärt:
Hans Maier war eine einzigartige Persönlichkeit – ein Mensch, der Gelehrsamkeit, politische Standfestigkeit und christliche Überzeugung auf einzigartige Weise in sich vereinte. Als Kultusminister hat er von 1970 bis 1986 entscheidende Weichen gestellt und dafür gesorgt, dass Bayern heute zu den führenden Bildungs- und Wissenschaftsstandorten in Deutschland zählt. Doch Hans Maier war weit mehr als ein Politiker: Als Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, als Fürsprecher des Denkmalschutzes und als kritischer Intellektueller hat er das kulturelle und gesellschaftliche Leben unseres Landes bereichert und geprägt. Was ihn auszeichnete, war sein Mut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen, gegenüber Ministerpräsidenten ebenso wie gegenüber Kirchenoberhäuptern. Bis ins hohe Alter blieb er ein wacher, unerschrockener Geist. Bayern verliert mit ihm einen der letzten großen Denker und Staatsdiener seiner Generation. Unsere Gedanken gelten in diesen Stunden seiner Familie, die erst vor wenigen Monaten auch seine Ehefrau Adelheid verloren hat. Hans Maier wird unvergessen bleiben.

Auch die CSU-Landtagsabgeordnete Jenny Schack, die den Stimmkreis Günzburg heute im Bayerischen Landtag vertritt, zeigt sich tief betroffen:
Hans Maier hat unseren Stimmkreis einst im Landtag vertreten und dabei Maßstäbe gesetzt, die bis heute nachwirken. Als seine Nachfolgerin in diesem Stimmkreis erfüllt es mich mit großem Stolz, welch außergewöhnliche Persönlichkeit hier einst politische Heimat gefunden hat. Er war ein Vorbild an Haltung, Integrität und intellektueller Tiefe – für unsere Region und weit darüber hinaus. Sein Andenken wird uns verpflichten.