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MdL Dr. Stefan Ebner gibt Mittelfreigabe für innovatives Qualifizierungsprogramm im Bereich Volksmusikpflege und Ganztagesbetreuung bekannt – Pilotprojekt an der "Volksmusikakademie in Bayern"

Freyung / München, 25.02.2025, 10:40 Uhr

Frischer Wind für Bayerns Volksmusikpflege

Bayern setzt ein starkes Zeichen für die Förderung der Volksmusik: Wie der CSU-Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Ebner mitteilt, finanziert der Freistaat ein innovatives Qualifizierungs- und Zertifizierungsprogramm des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e. V. für Ehrenamtliche und Mitarbeiter in der Ganztagesbetreuung. Das Pilotprojekt soll schon ab dem laufenden Jahr an der "Volksmusikakademie in Bayern" in der niederbayerischen Kreisstadt Freyung angesiedelt und umgesetzt werden.
Freuen sich über die Unterstützung des Freistaats (v.l.): Roland Pongratz, Dominik Hilgart, Dr. Stefan Ebner und Dr. Olaf Heinrich.Freuen sich über die Unterstützung des Freistaats (v.l.): Roland Pongratz, Dominik Hilgart, Dr. Stefan Ebner und Dr. Olaf Heinrich.
Eine Vielzahl von aktiven Musikanten, Sängern und Volkstänzern bereichern das kulturelle Leben in Bayern. Mit ihrem Tun erhalten sie Traditionen, vermitteln Regionalität und schaffen Identität. Einen Verband für Volksmusikanten gibt es in Bayern freilich nicht. Zahlreiche kleine lokale Vereine und Privatinitiativen sorgen mit Unterstützung der bayerischen Bezirke sowie den hauptamtlichen Volksmusikpflegern des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege engagiert für die Wahrung und Weitergabe des musikalischen Erbes Bayerns. Im Rahmen eines Förderprojektes soll nun durch ein modulares Fortbildungsprogramm zum einen das ehrenamtliche Engagement im Volksmusikbereich gestärkt werden und zum anderen qualifizierte niederschwellige schulische Ganztagsbetreuung im musischen Bereich ermöglicht werden. "Ganz einfach gesagt, ist es Ziel des Projekts, erfahrene Laien mit professionellem Rüstzeug auszustatten, damit sie ihre Leidenschaft für das überlieferte Singen, Tanzen und Musizieren mit gutem Gewissen und bestens vorbereitet an die nächste Generation weitergeben können", fasst Alois Schmelz, seines Zeichens Leiter der bayernweit tätigen Abteilung Volksmusik des Landesvereins für Heimatpflege, zusammen.

Dr. Olaf Heinrich, erfahrener Kommunalpolitiker und 1. Vorsitzender des Landesvereins, ergänzt: "Wir verstehen die Einführung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung ab dem Schuljahr 2026/27 als Herausforderung und Chance zugleich. Wir wollen die musikalische Volkskultur mit ihren wertvollen niederschwelligen Ansätzen gezielt in den Nachmittagsstunden verankern und die Gemeinden dabei unterstützen, geeignetes und pädagogisch geschultes Personal zu finden." Hierfür werden in einem ersten Schritt nun die Voraussetzungen geschaffen. Im Rahmen des Pilotprojektes wird ein modularer Zertifizierungskurs erarbeitet und angeboten, der für eine vertiefte Auseinandersetzung mit traditioneller Volksmusik in den Bereichen Singen, Tanzen und Musizieren sorgt. "Die fundierte Weiterbildung richtet sich an Menschen, die sowohl im privaten und ehrenamtlichen als auch im beruflichen Umfeld im Bereich der Volksmusikpflege tätig sind oder werden wollen. Die berufsbegleitenden Kurse werden tiefgreifend und praxisorientiert regionales und überregionales Volksmusikwissen sowie pädagogische Kompetenzen vermitteln", bestätigt Roland Pongratz, der das Konzept von Seiten der "Volksmusikakademie in Bayern" maßgeblich erdacht und entworfen hat.

Der Bayerische Landesverein für Heimatpflege ist mit der Freyunger Institution seit längerem eng verbunden. Mit dem Musikpädagogen Dominik Hilgart wird dort sogar eigenes Fachpersonal bereits vorgehalten. Beste Voraussetzungen also, um vom Bayerwald aus landesweit weitere nachhaltige Akzente im Bereich Volksmusikpflege zu setzen. "Die Akademie wird so zum zentralen Standort für die praxisorientierte Ausbildung künftiger Volksmusikvermittler im Laienbereich", betont Alois Schmelz. Mittel- bis langfristig könnte vielleicht sogar die offizielle Anerkennung als "Leiter im Laienmusizieren" ins Auge gefasst werden.

Für die Umsetzung des Projekts ist ein Zeitraum von zwei Jahren vorgesehen. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 325.000 Euro, die unter anderem für Referenten, Organisation, Personal und Sachkosten benötigt werden. Dank der Unterstützung der Landtagsfraktionen von CSU und Freien Wählern kann die Projektfinanzierung aus dem bayerischen Staatshaushalt gedeckt werden. "Wir sehen in der Weitergabe des musikalischen Erbes eine wichtige Aufgabe. Nicht zuletzt die Ganztagsbetreuung birgt für diese besondere Kulturvermittlung an die nächsten Generationen großes Potenzial", betont MdL Dr. Stefan Ebner, der sich im Zuge der Haushaltsberatungen maßgeblich für die Freigabe der Mittel stark gemacht hat. "Wir freuen uns schon jetzt auf viele singende, tanzende und musizierende Kinder im Rahmen der Nachmittagsbetreuung. Das macht unsere Heimat noch ein Stück lebenswerter", ist der Abgeordnete überzeugt. Über den Zuschlag freut sich auch Dr. Olaf Heinrich: "Der Freistaat bietet uns eine wertvolle Chance, Kinder und Jugendliche aktiv in die musikalische Heimatpflege einzubeziehen und damit einen nachhaltigen Beitrag zur kulturellen Identität Bayerns zu leisten!"