Am Bauhof: (v.l.) MdL Stefan Ebner mit Marco Domani, Wasserwart Georg Pauli und Bgm. Stefan Wagner vor den neuen Rohren.
„Ich habe großen Respekt vor dem Bürgermeister und seiner Gemeinde, wie weit sie bei dem Thema Wasserversorgung bereits sind“, so Stefan Ebner. „Eine funktionierende Wasserversorgung ist für eine Gemeinde existentiell. Es ist unser wichtigstes Lebensmittel. Deswegen sind wir, der Bürgermeister und ich, auch im ständigen Austausch.“
Ein weiterer wichtiger Schritt folgt nun: Ab Mai beginnt der Bau der Pumpstation Erlenberg. Mit ihr soll künftig Waldwasser in höhere Lagen gepumpt werden, wodurch insbesondere Solla und Ebenreuth entlastet werden. Da es sich jedoch nicht um eine neue Verbundleitung handelt, ist das Projekt nicht förderfähig. Die Gemeinde muss die Investition von über 240.000 Euro vollständig selbst tragen.
Zusätzliche Herausforderungen ergaben sich zuletzt durch internationale Lieferengpässe infolge des Iran-Konflikts. „Wir waren schnell und konnten uns rechtzeitig das notwendige Rohrmaterial sichern“, erklärte Wagner. Grundsätzlich bleibe die Wasserversorgung eine Daueraufgabe: Rund 150 Kilometer Hauptleitungen, mehrere Druckzonen sowie ein über 50 Jahre altes Netz stellen die Gemeinde weiterhin vor große Herausforderungen. „Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel – entsprechend verantwortungsvoll müssen wir handeln“, so der Bürgermeister.
Dr. Ebner zeigte sich beeindruckt vom Einsatz vor Ort und sprach Georg Pauli und Marco Domani ausdrücklich seinen Dank aus: „Die Arbeit unserer Wasserwarte ist von unschätzbarem Wert. Vielen Dank, dass Sie täglich Verantwortung für die Versorgung übernehmen.“
Bürgermeister Wagner hob den engen Austausch mit dem Abgeordneten hervor: „Vielen Dank für das große Interesse und die gute Zusammenarbeit. Ich weiß, dass ich mich bei Unterstützungsbedarf auf den kurzen Draht verlassen kann.“ Zudem betonte er, dass die Gemeinde beim Thema Wasser in engem und konstruktivem Kontakt mit Ämtern, Behörden und Planungsbüros stehe. Diese gelungene Zusammenarbeit sei die Grundlage für den Sanierungsplan und sei keine Selbstverständlichkeit.
Im Anschluss besichtigten Dr. Ebner und Bürgermeister Wagner gemeinsam den Aussichtsturm Ochsenstiegl. Der seit rund 50 Jahren bestehende Turm ist aus Sicherheitsgründen seit 2024 gesperrt. Marode Verschraubungen, beschädigte Balken sowie eine stark geschädigte Treppenanlage machen eine Sanierung nach aktuellem Stand unrealistisch.
„Der Aussichtsturm ist ein wichtiges Ausflugsziel und ein touristischer Anziehungspunkt für unsere Region“, erklärte Wagner. Viele Bürgerinnen und Bürger wünschten sich seit Jahren eine Lösung. Ein Neubau wäre aus Sicht der Gemeinde sinnvoll, lasse sich jedoch angesichts der angespannten Haushaltslage derzeit nicht stemmen. Parallel steht die Gemeinde im Austausch mit den beiden Grundstücks- und Wegeeigentümern, deren Einbindung für weitere Planungen entscheidend ist.
Ebner betonte die Relevanz des Aussichtsturms: „Der Turm hat große Bedeutung für die Menschen in der Region, aber auch als touristisches Ausflugsziel. Er ist ein echtes Juwel unserer Heimat und muss eine Zukunft haben. Ich unterstütze die Gemeinde und Bürgermeister Stefan Wagner bei der Suche nach Fördermöglichkeiten.“ Ebner ist hierzu bereits mit der Regierung von Niederbayern im Austausch.